Wie machen wir Politik mit Wirkung, Laura Kromminga?

Shownotes

In dieser Folge von Zukunftsschmiede spreche ich mit Laura Kromminga. Sie berät den öffentlichen Sektor und beschäftigt sich seit Jahren mit Innovation und Wirkungsorientierung in Verwaltung und Politik. Wir sprechen darüber, warum Politik sich oft daran misst, was sie tut, statt daran, was sie tatsächlich verändert. Anhand von Beispielen wie dem Kita-Ausbau, einer neuen Brücke oder dem Spielstraßenschild zeigt Laura, wie leicht wir Maßnahmen mit Wirkung verwechseln – und warum echte Wirkungsorientierung mit der richtigen Zielsetzung beginnt, nicht mit der Lösung. Es geht um den Unterschied zwischen komplizierten und komplexen Problemen, um den Mut, sich angreifbar zu machen, wenn man klare Ziele benennt, und darum, wie auch die Opposition oder das Ehrenamt wirkungsorientiert arbeiten können. Zum Schluss geben wir Dir mit dem Beispiel eines Zebrastreifens vor einer Schule drei ganz konkrete Schritte an die Hand, wie Du in Deiner eigenen politischen Arbeit vom Ziel her denken kannst. Bonus: Laura empfiehlt das Buch "Zukunft. Eine Bedienungsanleitung" von Florence Gaub, das sich damit beschäftigt, warum wir uns als Gesellschaft viel zu selten mit der fernen Zukunft auseinandersetzen.

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00:00:00: Herzlich willkommen zu Zukunftschmiede.

00:00:01: Mein Name ist Julia Post, ich bin Landtagsabgeordneter aus München und ich bin überzeugt die Art und Weise wie wir Politik machen, die braucht dringend Update Und genau darüber sprechen wir in diesem Podcast In dieser Folge mit Laura Grominga.

00:00:13: Sie beschäftigt sich mit Wirkungsorientierter und in dieser ersten Rubrik möchte Ich immer gerne einen Impuls mit euch teilen und auch so ein bisschen aufzeigen wo ich mich gerade in meiner reise befinde politik neu zu denken.

00:00:32: Wir hatten ja vor einiger Zeit Martin Fuchs zu Gast, sehr empfehlenswerte Folge.

00:00:37: Guckt mal bisschen zurück und hört euch die gerne nochmal an falls ihr die noch nicht kennt.

00:00:41: Und da ging es ja auch so darum dass er so meinte wenn wir fünfzig Gäste in Präsenz bei irgendeiner Veranstaltung hätten dann würden wir das voll als Erfolg feiern.

00:00:52: aber wenn wir nur fünfzig Likes auf Social Media haben dann sagen wir der Post ist nicht gut gelaufen Und das für ihn da aber viel entscheidender ist.

00:01:00: Auch ein Post mit fünfzig Likes kann sehr gut sein, wenn es sozusagen auch wirklich Leute in deinem Stimmkreis beispielsweise erreicht und du auch wirklich Vertrauen herstellst und eine Community bildest.

00:01:15: Das ist so ein Gedanke der hat mich nicht losgelassen und ich gucke seitdem wirklich viel mehr

00:01:21: auf

00:01:22: qualitatives Feedback oder überhaupt Ja, auf qualitativen Erfolg und gucke ein bisschen weniger auf die Zahlen.

00:01:31: Und ich habe mir auch sehr angewöhnt zum Beispiel meinem Team in unserer Teambesprechung häufiger mit meinem Team mal so qualitatives Feedback zu teilen.

00:01:40: also wenn ich irgendwie eine Mail bekomme mit Rückmeldungen zum Beispiel zum Podcast hab' ich auch schon bekommen vielen Dank dafür oder... auch irgendwie im Nachgang zu einer Veranstaltung, dass ich das auch viel mehr sichtbar mache und das auch für mich selber einen größeren Stellenwert kriegt.

00:01:57: Und da vielleicht auch für euch

00:01:58: noch mal

00:01:59: ein Beispiel wir haben jetzt vor kurzem bei mir in meinem neuen Stimmkreis Büro ein neues Format begonnen und zwar haben wir da so gemeinsames Co-Working gemacht wo wir eben auch gesagt haben Wir wollen mehr auf Begegnungen setzen und Gespräche.

00:02:13: und da waren also wir haben das plakatiert und über Social Media beworben und es waren drei Leute anwesend, da könnte man jetzt quantitativ sagen ist sehr schlecht gelaufen die Veranstaltung.

00:02:27: Es war nur drei Leute da.

00:02:29: wenn ich mir das aber qualitativ angucke muss ich sagen das war eine Hammerveranstaltung und ich bin mega happy damit und ich freue mich schon aufs nächste Mal.

00:02:37: könnt ihr gerne nächstes mal im September bei mir in der Bodensee Straße zählen vorbeigucken.

00:02:41: Da findet sich das nächste mal statt.

00:02:43: mehr Infos dazu auf meiner Homepage Und warum ich das so als erfolgreich bewerte, ist dass erstens während diese drei Menschen nie zu einer klassischen Politikveranstaltung gekommen, wenn wir jetzt irgendwie einen Vortrag über die Abholzung des Regenwalds gehalten hätten oder irgendwie sowas.

00:03:00: Das heißt Ich habe neue Menschen erreicht und das andere war Wir hatten richtig ein gutes Gespräch und ich glaube die Personen, die da einen längeren Monolog einer Stelle auch mal gehalten, weiß gar nicht was sie mir für ein Geschenk dargelassen hat.

00:03:18: Weil ich habe der so zugehört, die hat eben erzählt wie sie das hier in Parsing wahrnimmt und was ihr so fehlt.

00:03:25: Und die hat mir so eine gute politische Idee auch dar gelassen dass ich so richtig zuhören könnte, was sie beschäftigt.

00:03:35: Ohne das sie wahrscheinlich weiß, dass es am Ende auch Politik für mich war.

00:03:41: und also konkret ging's ihr zum Beispiel so darum, wir sind unistandort in Pasing haben da die Hochschule und dass es ihr da z.B.

00:03:50: total an studentischem Flair fehlt und hatte da zum Beispiel Ideen, dass man doch ein paar Singer Stadtpark vielleicht auch ein paar Spätis machen könnte.

00:03:58: und dann dachte ich mir

00:04:00: stimmt

00:04:00: voll die gute Idee.

00:04:01: Habe ich auch schon oft festgestellt, dass uns da vielleicht auch so ein bisschen Ausgehecke in Parsing fehlt.

00:04:09: und allein durch dieses Zuhören hat sich bei mir ganz viel verschaltet wo ich mir auch denke ja dann könnte ich auch wieder so Akteure zusammenbringen.

00:04:20: Ja, war das für mich eine richtig erfolgreiche politische Veranstaltung und die, die da waren, haben es wahrscheinlich noch nicht mal gemerkt.

00:04:27: Und deshalb ist lohnt sich mehr auf Qualität und weniger auf Quantität zu gucken.

00:04:31: Jetzt gehen wir aber rein ins Gespräch mit Laura Crominga.

00:04:33: Sie ist Beraterin für den öffentlichen Sektor und hat da einen ganz großen Fokus in ihrer Arbeit auf Innovation und Wirkungsarbeit.

00:04:47: Liebe Laura schön dass du da bist!

00:04:50: Wir wollen uns ja heute darüber unterhalten Was ist eigentlich Wirkung, Wirkungsmessung und wie kann ich die ganz konkret in meine politische Arbeit mitnehmen?

00:04:59: Und reingestartet.

00:05:01: Ja was is eigentlich Wirkungen

00:05:03: im politischen

00:05:04: Raum?

00:05:05: Wow das ist gleich eine sehr große Frage.

00:05:08: direkt zum Anfang.

00:05:10: einerseits ich freue mich total über das Interesse sich mit dem Thema mehr auseinander zu setzen und vielen Dank auch für die Einladung.

00:05:17: Und ich beschäftige mich jetzt seit sieben Jahren ungefähr mit dem Thema Wirkung, Wirkungsmessung im Bereich eher so in der Verwaltung.

00:05:28: Aber das hat eine relativ lange Geschichte und ich will mal ein bisschen versuchen die Brücke zu schlagen aus der verwaltungswelt öffentliche Verwaltungen hin zur Politik.

00:05:38: also wir sind was New Public Management so in den neunziger jahren angeht schon Mal auch so einer reise gewesen wo wir uns über Verwaltungsmodernisierung Gedanken gemacht haben, wie soll der Staat eigentlich in der Zukunft aussehen und sind in Deutschland traurigerweise relativ doll dabei gelandet.

00:05:57: Einfach nur zu messen ist das Geld ausgegeben?

00:06:01: Und haben wir das Projekt was wir machen wollten umgesetzt?

00:06:05: also steht jetzt diese Brücke in der Landschaft und wir haben diesen Sprung nicht geschafft.

00:06:09: hinzu ist aber nachhaltige Mobilität angekommen ist Mobilität bei allen angekommen?

00:06:16: Und das ist das, was wir mit Wirkung meinen.

00:06:18: Also... Was ist beim Bürger angekommen?

00:06:21: Ich glaube auch also wenn ich da ein bisschen selbstkritisch auf unserem politischen Betrieb gucke dann ist es glaub' ich so ein Thema Politik misst sich heute oft daran was sie tut und nicht daran was die bewirkt und verändert.

00:06:36: Kann man das vielleicht so... Na klar!

00:06:38: Das liegt ja auch

00:06:39: total nahe.

00:06:40: Ja und vielleicht auch dass wir oft eben so aktiv sein und irgendwas beschließen, verwechseln mit den Alltag der Menschen verändern.

00:06:51: Und etwas bewirken.

00:06:52: Am Ende liegt das eben so nahe weil es ja auch das ist was ich unter Kontrolle habe.

00:06:57: also Ich kann ja gar nicht bis ins allerletzte Detail vorausplanen und wissen wie eine bestimmte Aktivität bei Bürgern einer bestimmten Gruppe aber auch bei Bürger allgemein ankommt.

00:07:11: Also wenn ich jetzt Mein Beispiel von eben gerade aus dem Verkehr, wenn ich da eine Brücke hinstelle trifft die denn überhaupt den Bedarf ganz genau da vorhin soll.

00:07:23: oder hätten wir mehr Buslinien gebraucht?

00:07:25: Oder hätten wir was anderes gebrauchten?

00:07:27: und dieses voraus Antizipieren ist glaube ich mit eines der Probleme warum es das so schwer fällt.

00:07:35: Genau damit wir das vielleicht noch besser verstehen Passiert was denkst du?

00:07:41: warum passiert uns das in der politik eigentlich?

00:07:43: also weil damit treten wir ja an sagen wir wollen den alltag der menschen besser machen und wir wollen diese brücke bauen.

00:07:49: am ende steht sie dann da vielleicht nicht aber wir sagen toll wir haben hier beschlüsse gefasst und

00:07:58: ich glaube es ist ein relativ komplizierte lage als es gibt viele dinge die damit rein spielen Und dieses Vorausantizipieren ist vielleicht auch nur ein Baustein davon.

00:08:11: Das fällt uns wahrscheinlich deswegen so schwer, weil es komplizierte Themen sind und sie sind meistens nicht nur kompliziert sondern sie sind sogar komplex.

00:08:21: Auch wir machen diesen Unterschied nicht von... Also eine komplexe Situation ist zum Beispiel ich muss viele Interessen lagen übereinander bringen.

00:08:33: Ich will jetzt diese Brücke bauen, ich muss erstmal den Verkehr analysieren und ich muss wissen welche Teilnehmer im Verkehr da waren.

00:08:38: Ich muss aber auch gucken, wo habe ich einen Eingriff in die Natur?

00:08:44: Wo ist es so dass ich irgendwelche Pflanzenarten hab, die ich hutschen muss?

00:08:47: oder hätte es nicht noch eine alte Brücke gegeben, die wir hätten renovieren können.

00:08:54: Was kostet das genau?

00:08:55: Das sind alles Informationen die ich aber sammeln kann.

00:08:59: also komplizierte Situation, weil es viele Anteile gibt die miteinander in Beziehung stehen aber ich kann sie theoretisch alle erfassen.

00:09:08: Also ich könnte einen Gutachten mir schreiben lassen zum Beispiel und diese Informationen mir zusammensuchen oder Experten befragen Und der Unterschied zu einer komplexen Situation ist eine wo ich keine Muster mehr erkennen kann.

00:09:23: also Ich habe das mit einem Bild zu tun dass er so ist wie ein Mobile.

00:09:27: ganz viele einzelne Teile hängen zusammen.

00:09:29: Ich weiß auch, dass sie zusammenhängen aber ich werde nie dahin kommen zu einhundert Prozent das gesamte Bild verstanden zu haben.

00:09:37: und in so einer Situation ist es eigentlich nur möglich ein kleines Experiment zu starten und dann zu sagen okay wie hat's denn funktioniert?

00:09:46: Hat uns das geholfen zum Beispiel mal eine Buslinie einfach auszuprobieren?

00:09:55: Können wir einen Bus anbieten und einfach mal ausprobieren?

00:09:58: wird es dann angenommen ja oder nein.

00:10:00: Anstatt zu sagen, wir machen jetzt hier ein sehr kostenintensiven Prozess und diese Unterscheidung überhaupt zu treffen?

00:10:11: was für eine Problemlage habe ich hier Und wie gehen wir jetzt am besten vor?

00:10:15: Das ist das was ganz oft nicht gemacht wird.

00:10:19: Ich hatte schon angesprochen dieses Thema Wirkungsmessungen.

00:10:23: also Ist das jetzt vielleicht noch irgendwie so einfach zu sagen, also die Brücke steht da oder sie steht nicht da?

00:10:29: Da bin ich jetzt mal ganz naiv.

00:10:30: Das ist irgendwie einfach zum Messen.

00:10:32: Ja natürlich!

00:10:33: Ich kann am Ende ja auch messen wie viele Fahrradware sind darüber gefahren und wie viele Autofahrre sind drüber gefahren.

00:10:40: War die für unsere Planung was geeinträchtigungen angeht?

00:10:46: War es jetzt ein gutes Design oder haben wir Ärger gekriegt weil wir da Treppen hin gebaut haben?

00:10:53: Also am Ende natürlich kann ich ganz viel messen über die Qualität dieser Brücke und ich kann gucken, okay sie ist jetzt auch da.

00:10:59: Und sie ist vielleicht was man ja auch gerne in der Wirtschaft sagt im Time- und Budget.

00:11:04: also wir sind richtig fertig geworden und nicht übers Budget rausgegangen.

00:11:07: Natürlich kann man solche Sachen messen.

00:11:09: das ist auch sinnvoll und wichtig für ein gutes Projektmanagement.

00:11:15: aber hinterher festzustellen welche Wirkung wollte ich denn bei den Bürgern bewirken,

00:11:23: erreichen.

00:11:24: Erreichen

00:11:25: genau und welchen Beitrag liefert jetzt diese Brücke?

00:11:28: Weil am Ende jedes Projekt nur einen Beitrag Liefert.

00:11:33: und genau auch das ist das Problem an der Wirkungsmessung zu sagen Wie hoch war denn jetzt unser Beitrag?

00:11:42: also selbst wenn wir uns Und dass es vielleicht der sinnvolle erste Schritt mit Wirkung zu arbeiten zu sagen was sind meine Wirkung ziele und dann daraus abzuleiten, welche Projekte sollten wir denn machen?

00:11:55: Also was haben wir für eine aktuelle Ist-Situation.

00:11:58: Und was fehlt uns denn eigentlich noch wenn nachhaltige Mobilität unser Ziel ist?

00:12:04: Was ist das, was uns daran fehlt?

00:12:08: Ist es die Brücke?

00:12:09: Ist der ÖPNV?

00:12:10: Ist die Buslinie?

00:12:13: Aber auch auf die Suche zu gehen und erst mal bereit zu gucken können wir uns vorstellen und nicht zu schnell in eine Lösung zu sprengen.

00:12:24: Also diese zwei ersten Schritte würde ich zum Beispiel eher empfehlen als direkt in die Wirkungsmessung einzusteigen, weil Wirkumsmessungen normalerweise voraussetzt Ich habe mich schon für die Brücke entschieden und hab mir dann ganz genau überlegt was sind denn die Erfolgskriterien der Brücke anstatt so sagen wir hatten hier auch noch fünfzehn andere.

00:12:47: Vielleicht

00:12:47: brauche ich die Brücke gar nicht.

00:12:50: Aber lass uns doch damals wirklich ganz konkret dran bleiben und das mal durchdeklinieren, ich hätte jetzt Beispiel Kinderbetreuung

00:12:58: mitgebracht als Beispiel.

00:13:00: da reden wir heutzutage oft so drüber okay wir brauchen mehr Plätze Wir müssen das ganze Kita-System ausbauen.

00:13:11: vielleicht sagen dann manche so wie wir auch noch, ja wir wollen eine bessere Qualität.

00:13:16: Aber was wäre

00:13:17: wenn wir jetzt

00:13:19: wirklich sagen ich will wirkungsorientierte Politik machen?

00:13:23: Wie würde ich da dann rangehen?

00:13:26: Auch da ist die Vorgehensweise eigentlich die, die ich eben gerade schon ein bisschen umrissen habe.

00:13:32: das Ziel ist klar Wir wollen mehr Betreuung.

00:13:36: Ist es richtig oder...

00:13:39: mehr Betreuungsplätze schaffen?

00:13:40: Mehr Betreuungplätze.

00:13:44: Am Ende ist da vielleicht wichtig, die Unterscheidungen zu machen.

00:13:50: Die Betreuingsplätze sind ja nur eine Antwort weil auch das ist wieder ein Lösungsweg zu guter Betreuungen dass es einen Betreuensplatz in einer Einrichtung ist.

00:14:02: am ende gibt es noch ganz viele andere

00:14:05: Wege

00:14:06: die vielleicht so einer qualitativ guten betreuung führen Die andere auch schon in die Werkschale geworfen haben, Oma und Oper, Tante und Onkel.

00:14:16: Tagesmütter, Elterninitiativen wie auch immer.

00:14:20: also es gibt ja viele Wege hin zu einer Betreuung Und Es gibt dazu keine pauschale Antwort.

00:14:28: Es ist lokal extrem unterschiedlich.

00:14:30: was denn die Situation im aktuellen Fall ist tatsächlich zu wenige Betreuungsplätze sind, dann will ich auch gar nicht sagen man muss da eine große Analyse und einen großen Beteiligungsprozess machen oder so.

00:14:42: Wenn man das schon weiß, dann geht es am Ende um organisatorische Fragen und die Frage wie man der Realistisch hinkommt.

00:14:53: Aber ich glaube des Thema der Betreuung ist ein extrem sensibles weil es so nah daranhängt wie Menschen sich ein gutes Leben vorstellen.

00:15:04: also welche Vorstellungen haben sie davon?

00:15:08: Wie wir auch als Gemeinschaft gut zusammenleben, wohnen Oma und Opa einfach viel zu weit weg.

00:15:15: Das ist unrealistisch!

00:15:17: Dass dann als Forderung in den Raum zu stellen, der lächelt manche nur müde und sagen aber die wohnend acht Stunden entfernt.

00:15:25: Also auch ein bisschen zu gucken... wen haben wir denn lokal als Personen, die einen Betreuungsplatz suchen?

00:15:37: Was halten die auch für realistisch, wo wollen die gerne hin?

00:15:42: Also diese Frage auch offen miteinander zu diskutieren.

00:15:46: Bevor man sagt das eine die eine Lösung ist besser als die andere.

00:15:52: Genau und dann ist ja auch sozusagen geht es ja vielleicht nicht nur um den Platzausbau sondern wir sagen auch erstes ein Bildungsort wo Kinder auch

00:15:59: früh gute Bildung

00:16:01: erhalten sollen.

00:16:02: also das ist vielleicht auch das was du vorhin schon gesagt hast.

00:16:06: Ja, du machst das Mobili auf.

00:16:08: Genau also es soll viel gleichzeitig erfüllen?

00:16:11: Ja natürlich!

00:16:12: Am Ende geht es auch total darum wie geht es unsere Wirtschaft?

00:16:19: Elter

00:16:20: sollen arbeiten gehen, insbesondere Mütter sollen Arbeiten gehen.

00:16:25: und da machst Du das mobili auf.

00:16:28: im Sinne von was ist gute Betreuung bei Kindern die Deutsch nicht als Muttersprache haben?

00:16:34: Wie schaffen wir den Anschluss an die Schule?

00:16:38: Wie ist es mit Kindern, die zu Hause keinen Frühstück bekommen aus diversen Gründen.

00:16:44: Vielleicht auch aus guten Gründen am Ende ich glaube vorurteils frei daran zu gehen und zu sagen was was isst Und nicht nicht erst mal die schulzuzuweisen und so sagen macht ihr doch alle mal

00:17:01: und um sozusagen ein bisschen nochmal den unterschied aufzumachen wie wir heute vielleicht klassisch Politik machen und wie der Unterschied zu einer wirkungsorientierten Politik wäre.

00:17:11: Vielleicht können wir einmal das wirklich so durchdeklinieren, wie wäre es jetzt klassisch?

00:17:17: Da sagt man okay,

00:17:20: wir

00:17:20: schaffen siebzigtausend neue Kita-Plätze und dann sagt man nach X Jahren haben wir geschafft oder nicht geschafft?

00:17:32: Ja, finden wir irgendeine Sprachregelung und Wording wie die Regierung sich gut verkauft?

00:17:37: Und die Opposition sagt nein das habt ihr eben nicht geschafft.

00:17:42: Aber damit jetzt du hast es mobile genannt haben wir zum Beispiel gesagt oder gar nicht beantwortet ja haben wir mehr Fachkräfte haben die Kinder eine gute Bildung erhalten können Eltern arbeiten gehen können sie sich das Leben leisten?

00:17:59: vielleicht brauchen die auch gar nicht.

00:18:00: Solange Betreuung, über sowas haben wir noch nicht gesprochen.

00:18:03: Das heißt wie würde man vielleicht auch gar nichts mehr sagen?

00:18:06: Wir brauchen siebzigtausend neue Plätze sondern was?

00:18:09: ja Wie würde man da jetzt vorgehen wenn du im Kabinett beratend tätig wärst?

00:18:15: Was würdest du dann sagen?

00:18:17: Lass uns mal ganz anders anfangen.

00:18:21: Es kommt Im ersten Schritt auf die Frage an welche Ziele steckt man sich und welchen Rahmen Gibt man vor, weil wir haben vorher über Betreuung gesprochen.

00:18:33: Da steckt im Wort schon drin was da passiert.

00:18:36: das Kind wird betreut.

00:18:38: wenn wir jetzt den Übergang machen zur Bildung Das ist eine völlig andere Frage Weil wenn ich In der ersten frage mir das ziel setze.

00:18:49: Ich habe Betreuungsplätze Dann werden die da im schlimmsten fall betreuten.

00:18:54: also dann gebe ich sie morgens ab und krieg sie abends wieder und dazwischen ist eigentlich nichts qualitatives passiert.

00:19:00: Und in dem Bereich Bildung müssen wir uns glaube ich insbesondere heutzutage mit KI der Frage von wie unsere Wirtschaft in der Zukunft aussieht, die Frage stellen.

00:19:13: Was ist denn die Bildung, die wir heute anbieten wollen damit Kinder, die in fünfzehn oder achtzehn Jahren aus dieser Bildungseinrichtungen rauskommen?

00:19:28: schließt sich auch wieder diese leicht philosophisch gesellschaftliche Frage an, was ist ein gutes Leben?

00:19:34: Und nicht nur wie wollen wir zusammenleben sondern auch wie wollen we arbeiten.

00:19:38: Aber wenn ich mir wirkungsorientierte Politik angucke stellt sie sich diese Fragen irgendwann.

00:19:46: also nicht nur wir wollen Betreuungsplätze schaffen weil dann kriege ich Betreuungplätze Dann fällt irgendwann auf Ich muss mich über die Qualität der Betreuungen Gedanken machen bei Bildung so ähnlich.

00:19:59: Ich bekomme vielleicht mehr Lehrer, aber im aktuellen Bildungssystem ist das überhaupt noch zukunftsfähig?

00:20:07: Dann stellt irgendwann jemand die Frage Moment mal!

00:20:10: Aber wir bilden unsere Kinder aus für das letzte Jahrhundert.

00:20:14: Das ist wirklich unser Ziel.

00:20:17: und diese Frage immer wieder mit aufzubringen und dann aber auch irgendwann ein Flock einzuschlagen zu sagen dass sind jetzt unsere strategischen Ziele.

00:20:25: damit arbeiten wir jetzt erst mal los für die ersten paar Jahre, da.

00:20:32: eine gute Balance hinzukriegen ist anspruchsvoll.

00:20:35: Das ist nicht leicht.

00:20:37: Aber man muss einfach dann auch diese Entscheidung treffen und dann diese Ziele auch anstreben?

00:20:45: Wenn man sie sich nicht setzt...

00:20:47: Dann navigiert man irgendwo hin!

00:20:49: Dann navigiert man zu einem Output also einen Betreuungsplatz oder einer Anzahl von Lehrern.

00:20:55: Aber das hat damit wenig zu tun, wo wir eigentlich als Gesellschaft hinwollen.

00:21:00: Diese Verbindung stellt man dann nicht her.

00:21:03: Es fängt auch damit an, dass man Verantwortung nimmt als politische Entscheidungsträgerin und sagt für diese Ziele entscheide ich mich und da möchte ich hin.

00:21:16: Und das auch transparent machen.

00:21:21: daran fehlt es ja vielleicht auch schon im ersten Schritt, dass man irgendwie das um ungefähren lässt und eigentlich gar nicht so richtig die Hosen runterlässt und sagt Ja wo will ich jetzt genau hin?

00:21:31: Das ist aber extrem schwer.

00:21:33: Weil wenn ich sage Bildung der Zukunft ist mein strategisches Ziel und ich mache das dann noch ein bisschen handfester was ich jetzt gerade nicht kann weil den lokalen Fokus nicht habe, weil ich nicht weiß worum es genau geht.

00:21:47: Aber sagen wir mal sowas ähnliches wäre mein strategisches Ziel dann mache ich mich unglaublich angreifbar.

00:21:53: Weil das was sich mit Initiativen, mit Projekten vielleicht auch mit neuer Gesetzgebung machen kann auch in die Hose gehen.

00:22:04: und dass ist das Schwierige weil ich kann in einem so komplexen Feld wie zukunftsfähige Bildung Nicht immer alles antizipieren.

00:22:15: Ich kann nicht immer alles wissen und dann wird es schon wieder philosophisch, weil ich kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen.

00:22:22: Also auch wenn ich ein Experiment mal mache und sage okay wir probieren das mal aus.

00:22:29: Wir stellen lauter Lehrer ein die gar nicht leer anstudiert haben.

00:22:36: Probieren das einfach mal aus!

00:22:38: Weil wir haben akuten Lehrkräftemangel.

00:22:40: Wir bilden die so ein bisschen aus Dann kriegen die irgendwie drei Monate lang Crashkurs und dann stecken wir sie in die Schulklassen.

00:22:47: Und da hinterher zu sehen, okay hat uns das dem Ziel näher gebracht?

00:22:51: Ja oder nein!

00:22:52: Es kann ja auch sein dass jemand der vorher Ingenieur war und jetzt Mathe unterrichtet, total gut ist.

00:22:58: Die Schüler inspiriert uns irgendwie einen Anschluss findet.

00:23:03: also ich will das gar nicht schlecht machen aber es macht einen angreifbar und dementsprechend was man dann hinterher auch vertreten muss.

00:23:13: Aber das Schwierige an solchen Ansätzen ist, dass Wähler und Wählerin sehr gerne von der Politik hätten, dass sie in die Glasbogel gucken kann – und das kann sie leider nicht!

00:23:32: Stimmt.

00:23:34: aber es ist ja schon auch die Frage zum Beispiel welche Daten erhebe ich?

00:23:39: Welche Daten ziehe ich heran?

00:23:42: Das ist ja auch ein wichtiger Baustein.

00:23:44: Also ich habe keine Glaskugel,

00:23:46: aber oft

00:23:47: bin ich auch erstaunt

00:23:50: dass eben

00:23:51: auch gar keine Evaluation gemacht wird zum Beispiel auch von Gesetzen wo ich sage aber welcher Datengrundlage sagen wir jetzt eigentlich?

00:23:58: das es jetzt gut oder schlecht hat funktioniert weiß ihr gar nicht.

00:24:02: eben ihr habt euch offensichtlich gar kein Ziel gesetzt

00:24:05: Ja und auch nicht nur hinterher liebe Überprüfung so zu machen, sondern diesen Findungsprozess für eine bessere Lösung auch so zu unterstützen.

00:24:18: Weil ich kann ja... Also in der Verwaltungsmodernisierung wird irgendwie immer über Island gesprochen.

00:24:25: Ich muss gar nicht soweit weggucken!

00:24:27: Ich habe ja in Deutschland genug Beispiele wo ich sagen kann okay wir gucken mal wie die das in anderen Bundesländern oder in anderen Kommunen machen und mich davon inspirieren zu lassen oder die Wissenschaft zu fragen und nicht so schnell da reinzuspringen, zu sagen wir haben uns jetzt eine Brücke überlegt und das wird uns helfen.

00:24:52: Bei welchem Ziel denn?

00:24:53: Und wie seid ihr auf die Brücke gekommen?

00:24:56: also dass was man auf jeden Fall machen kann ist nicht nur sich eben fachliche Ziele zu setzen sondern zusätzlich eben auch einen Prozess zu überlegen und ein Prozess zur Designen.

00:25:11: Also, wie entscheiden wir denn das?

00:25:14: Entscheinen wir das mit den Bürgern zusammen vielleicht also bei dieser Betreuungsfrage wenn das

00:25:21: reicht euch dass wenn sie nur betreut sind so ungefähr

00:25:24: genau also wo drückt auf der Schuhe am meisten.

00:25:27: also wo man dann auch sagen muss okay dadurch feder ich es vielleicht auch ein bisschen besser ab weil Es dann besser angenommen wird, wenn wir es gemeinsam entschieden haben.

00:25:37: Dass wir jetzt erstmal auf die harten Betreuungsplätze gehen und dann... Wir tun alles das was möglich ist.

00:25:45: aber wenn euch die Anzahl wichtiger ist als die Qualität Dann so und natürlich versuchen wir da eine Balance zu finden.

00:25:51: also es geht ja nie nur das eine oder nur das andere.

00:25:54: Also eigentlich finde ich wenn ich dir so zuhöre kann man das vielleicht auch so oft den Nenner bringen Politik löst manchmal einfach das falsche Problem.

00:26:07: Ja.

00:26:09: Tatsächlich auch vielleicht zu wenig Zeit genommen, zu sagen was ist das eigentliche Problem?

00:26:13: Das würde ich eher sagen.

00:26:15: Sie hat sich zu wenig zeit genommen und zu sagen Was ist denn eigentlich das Problem?

00:26:19: Und... Was is die Art des Problems?

00:26:23: Das was ich vorhin schon mal so ein bisschen angerissen habe von Es ist ein kompliziertes Problem oder es ist ein komplexes Problem Wenn ich mir die Kinderarmut angucke Dann ist das nicht kompliziert dass es komplex.

00:26:37: Das sind so viele einzelne Anteile und so viele Übergänge zum Thema Arbeit, Wirtschaft und Vererbung von Arbeit.

00:26:46: Und irgendwelchen Steuergeschichten und Niedriglohnsektor usw.

00:26:52: Also am Ende da kann ich mir... Da komme ich aus der Analyse gar nicht wirklich daraus!

00:26:57: Auch das ist vielleicht das wo wir im Moment in der Frage Wirkungsvolle Politik auch stehen.

00:27:05: Ja, wir wollen es besser machen.

00:27:07: Aber wir wollen handlungsfähig bleiben.

00:27:09: Also wir müssen am Ende auch irgendwann mal loslegen.

00:27:15: Wir können uns nicht so viel Zeit damit dafür nehmen ständig Sachen über zu analysieren und

00:27:21: dann nur Papiere produziert zu haben sondern wir wollen ja was im Alltag der Menschen wirklich

00:27:26: verändern.

00:27:27: das war ja Wirkung Und dafür müssen wir auch ein bisschen auf die Tube drücken.

00:27:32: sozusagen War das, finde ich alles sehr eigentlich aus Regierungsverwaltungssicht gedacht im Sinne von okay wenn ich das lösen will dann sollte ich da anders rangehen.

00:27:47: Hängt natürlich auch ganz stark damit zusammen wie gebe ich eigentlich Geld aus und wofür gebe ich Geld?

00:27:54: Also es hängt ja natürlich immer dran was finanziere ich denn auch?

00:28:00: Wenn man jetzt aber zum Beispiel in der Opposition ist Wie sieht da eigentlich wirkungsorientierte Politik aus?

00:28:05: Also natürlich, wenn ich jetzt sage, ich schreibe ein Konzept oder ich schreib einen Antrag und bringe sozusagen in dieses System auch politische Ideen- und Lösungsansätze rein.

00:28:18: Dann würde ich sagen gilt es alles genauso wie wir es gerade gesagt haben dass ich sagen kann okay was ist eigentlich die Problembeschreibung welches Ziel verfolgen wir was wollen wir da lösen?

00:28:31: aber Ich bleibe ja sozusagen immer in diesem

00:28:35: Ideenpool,

00:28:36: den ich mitliefere.

00:28:37: In dem politischen Betrieb und kann es selber nicht umsetzen.

00:28:41: also ich werde dafür auch kein Geld ausgeben.

00:28:43: und so was?

00:28:45: Was kannst du Menschen auf der Oppositionsbank sozusagen mit geben?

00:28:50: Ja Ich finde das eine ganz gute Trennung.

00:28:55: aber vielleicht ist Es da gut wenn wir vielleicht auch einfach schauen, was es möglich für so einen leading by example.

00:29:07: Also die Frage würde ich dir gerne zurückgeben weil wir haben schon und so viel überwirkung- und wirkungsorientiertes politisches gestalten unterhalten.

00:29:19: kannst du vielleicht aus deiner Arbeit auch etwas erzählen was vielleicht eher zu opposition passt und weniger zur Regierungspartei oder Parteien?

00:29:31: Also was ich schon versucht habe, jetzt bleiben wir auch bei dem Beispiel.

00:29:36: Wir hatten... Was uns hier auf Landesebene eben auch beschäftigt hat war das Kita-Gesetz wo wir ein eigenes Gesetz eingebracht haben, wo wir auch viele verschiedene Schritte in den ganzen Themenkomplex von der Regierung begleitet haben ist dass ich halt auch solche Fragen gestellt hab und auch offengelegt hab gefragt, was ist denn eigentlich das Ziel worauf arbeiten Sie hin?

00:29:58: Ich erkenne da keine Strategie oder keinen Plan, der dahinter steckt.

00:30:04: Also vielleicht um es an einem konkreten Beispiel

00:30:06: auch

00:30:07: festzumachen Sie haben zum Beispiel diese Sprachförderung den Test erlassen wo ich sage okay also ihr wollt sozusagen mehr Kinder in die Kita bekommen um Sprach förderung zu ermöglichen vielleicht so wie es umgesetzt ist, fand ich nicht gut.

00:30:29: Aber dieses Ziel okay.

00:30:31: und auf der anderen Seite habt ihr dann aber wieder Sachen erlassen zum Beispiel das Krippengeld gekürzt wo ja eigentlich Kinder aus der Kita rausdrängt und dafür sorgt dass es weniger Kinder in der Kita gibt denen auch weniger Sprachförderung zugutekommt wo ich sage also ihr macht verschiedene... Also ihr blinkt eigentlich einmal nach links und einmal nach rechts und

00:30:54: ihr

00:30:55: topediert eigentlich euer eigenes Ziel.

00:30:57: So was versuche ich zum Beispiel schon einfach mal zur Sprache zu bringen, dass ich sage ihr arbeitet offenbar nicht die ganze Zeit auf das gleiche Ziel hin mit so etwas.

00:31:08: Das finde ich ein total gutes Beispiel weil am Ende die Personen denen das auffällt sind am ende die Eltern.

00:31:17: Die sagen ja was wollt ihr denn jetzt von mir?

00:31:19: Soll ich mein Kind jetzt in die Kita schicken oder nicht?

00:31:21: und wenn ihr das Geld kürzt dann kann ich aber nicht.

00:31:25: also was soll denn das?

00:31:27: Und das finde ich ein total schönes Beispiel, weil wir haben so viele verschiedene Dinge wie die Verwaltung oder auch den Regierungshandeln mit den Bürgern interagiert.

00:31:43: Das ist vielleicht einfach nicht aus bösem Willen irgendwie... ...aus dem Blick geraten?

00:31:51: Ja genau!

00:31:53: Oder ich versuche eben immer wieder anzumachen sozusagen Lass uns vom Ziel her denken auch.

00:31:59: Was ist das?

00:32:00: Ja,

00:32:02: was ansonsten natürlich noch total wichtig ist die Frage Beteiligung also.

00:32:09: Natürlich ist es auch als Opposition so dass man viele Verbindungen zu Bürgerinnen hat in den verschiedensten Formaten Die man dafür nutzen kann.

00:32:19: diese frage nach was ist denn euer ist zustand gerade wo drückt der schuh wirklich am dolzen?

00:32:26: und diese Formate so zu designen, dass nicht immer nur die, die am lautersten Schreien gehört werden sondern halt auch andere Stimmen zur Wort kommen.

00:32:34: Ich glaube es ist ja ein wichtiger anderer Baustein als das.

00:32:39: Dass man so bisschen den Chor der Stimmen erweitert?

00:32:42: Ja!

00:32:45: Und auch dann der Regierung vielleicht spiegelt... Das ist zwar ein toller Plan was ihr hier irgendwie gerade euch überlegt aber Wir gehen davon aus, auch ihr fällt damit auf die Nase.

00:32:56: Also es ist ein bisschen die Frage wie Regierung und Opposition auch so'n bisschen zusammen funktionieren?

00:33:02: Also ob das dann eher als Stimmungsmacher wahrgenommen wird oder ob das da tatsächlich was bringt.

00:33:08: also dass das ja auch n bisschen was landet in der Presse und was ist dann tatsächlich im gemeinsamen Doing möglich zwischen Regierung und opposition.

00:33:20: Genau was ich sozusagen schon auch versuche ist, dass wir mit unseren Vorschlägen eben schon sagen.

00:33:27: Wir denken vom Ziel her.

00:33:28: also ich glaube schon das man da auch sagen kann, wir versuchen da einen anderen Stil zu pflegen.

00:33:35: Ist natürlich auch immer die Frage wie es durchdringt.

00:33:37: aber ich finde schon, dass man das auch gerade wenn es um eigene Vorschlage geht, das auch beherzigen kann.

00:33:44: ja Und man muss vor lauter Ziele setzen, auch noch sagen.

00:33:49: Auch die Bürgerinnen und Bürger sind sich nicht einig, was sie dann eigentlich wollen.

00:33:56: Das Fest zu zuren am Anfang ist eine relativ große Aufgabe.

00:34:03: Man kommt aber nicht drum herum um einen Zieleausgleich hinzukriegen.

00:34:08: Die diversen Ansprüche, die Diversenzielsetzungen irgendwie ... so zu verpacken, dass man trotzdem ins Handeln kommt und ins Tun kommt.

00:34:19: Ich glaube eine der Dinge die im Regieren häufig überschätzt werden ist Menschen lassen sich nicht durch Gesetze oder Vorschriften in ihrem Tun oder in ihren Überzeugungen maßgeblich verändern.

00:34:38: wenn man sich mit Veränderungsmanagement ein bisschen auseinander gesetzt hat du kriegst sie eigentlich nur dann, wenn sie auch mindestens ein bisschen in diese Richtung wollen.

00:34:49: Also zum Thema Kinder.

00:34:53: eines meiner frustrierendsten Beispiele dazu ist das Spielstraßenschild.

00:34:59: Das kennt man ja, es sind blau mit so paar weißen Figuren die spielen Ball in der Straße.

00:35:05: Wie häufig hast du dieses Schild schon gesehen und wie häufig hat da tatsächlich einen Kind in der Strasse gespielt?

00:35:12: Es ist eine gute Frage.

00:35:14: Ich glaube tatsächlich noch nie.

00:35:16: Aber das

00:35:17: ist die Wirkung, die man mit diesem Schild eigentlich haben will.

00:35:20: Wir haben die Wirkungen im Sinne von einem Piktogramm, einem Bild auf dieses Schild draufgemalt.

00:35:27: Wir kommen da aber mit dem Schild gar nicht an und es gibt gute Gründe warum Kinder in dieser Straße trotzdem nicht spielen auch wenn der Schrittgeschwindigkeit ist.

00:35:39: Also wer bezahlt es denn?

00:35:41: Wenn ein Auto kaputt geht weil damit den Ball gespielt wurde?

00:35:47: solche Initiativen wie die temporäre Spielstraße, in der eine Straße abgesperrt wird zu ganz bestimmten Tagen im Monat mit einer Person.

00:35:58: Mit einer Warnweste vorne und hinten, die dann den Verkehr regelt falls da wirklich mal ein Nachbar irgendwie ausparken will und dann wird er gespielt.

00:36:06: aber dann treffen sich auch alle und dann hat man das Ziel erreicht bisschen darauf achtet, findet man diese Beispiele überall.

00:36:20: Jetzt möchte ich so zum Schluss noch auch ein bisschen drauf kommen.

00:36:26: Politik wird jetzt nicht nur im Parlament gemacht sondern vor allem von Parteien im Ehrenamt.

00:36:31: das was wir jetzt alles gesagt haben gilt analog aber natürlich auch wenn ich jetzt irgendwie eine Kreisgruppe irgendwo in der Partei leite ehrenamtlich dass sich auch da sagen kann und es können ja auch parteiinterne oder auch von meiner Ortsgruppe irgendwie lokale Wirkungsziele sein, dass ich sage.

00:36:53: Ich möchte zum Beispiel mehr aktive Mitglieder also was sozusagen wirklich auch Ehrenamtsmanagement zum Beispiel angeht oder auch Projektmanagement in der Partei.

00:37:04: das würde dort alles auch analog gelten was wir gerade gesprochen haben.

00:37:07: Also geht es vielleicht nicht um Kinderbetreuung aber

00:37:10: ja wie

00:37:12: erhöhe ich meine Engagementrate hier bei mir vor Ort?

00:37:16: Total.

00:37:17: Also man kann sich das auch über die eigene Arbeitsorganisation fragen, wie organisieren wir uns denn wirkungsorientiert?

00:37:27: Die Notwendigkeit hat man dann aber immer zu sagen wo wollen wir denn gemeinsam hin?

00:37:34: also

00:37:35: da muss ich mit Ziele überlegen.

00:37:37: genau da muss Ich mich ziel überlegen weil ich keine perfekte arbeitsorganisation haben und in die falsche richtung laufen anführungszeichen die falscher.

00:37:46: Also wenn ich mir gemeinsam mit anderen Akteuren oder auch in der Partei Wirkungsziele gesteckt habe und dann sage, was brauchen wir denn eigentlich um dahin zu kommen?

00:38:02: Was muss gegeben sein damit wir da wirklich ankommen.

00:38:07: Dann gehört eine gute Arbeitsorganisation garantiert dazu Und dann gehört es dazu dass eben die Mitglieder engagiert sind sich selber einbringen dass es auch ein bisschen Spaß macht und nicht nur anstrengend ist, also ja auf jeden Fall.

00:38:25: Und vielleicht so als Abschlussfrage wenn ich jetzt morgen anfangen will egal ob das jetzt im Landtag im Gemeinderat oder eben im Ehrenamt bei mir in der Partei vielleicht ist was sind die ersten drei ganz konkreten Schritte die ich tun kann um in Zukunft wirkungsorientierte Politik zu leben?

00:38:45: ist ein bisschen eine gemeine Frage, weil das natürlich auch unterschiedliche Rollen sind mit denen die Leute da unterwegs sind.

00:38:51: Also sie haben unterschiedliche Hebel in ihren Händen.

00:38:56: deswegen wir haben eigentlich die Grundpfeiler schon gesagt

00:39:03: ich

00:39:03: schaue auf die Ziele.

00:39:05: welche Ziele haben wir uns denn gesteckt?

00:39:08: es gibt höchstwahrscheinlich schon welche?

00:39:10: Sind das wirklich Wirkungsziele?

00:39:13: und wenn solche Dinge haben, wie wir stellen da eine Brücke hin oder am Ende gibt es hier mehr Lehrer.

00:39:19: Zu gucken, wie abstrahliere ich davon zu einem tatsächlichen Wirkungsziel?

00:39:24: Also Mobilität für wen denn, zukunftsfähige Bildung für alle oder für eine bestimmte Gruppe.

00:39:33: also im allerersten Schritt die Wirkungstealer aufbauend auf den Zielen, den man schon hat weil wir wollen auch nicht tabula rasa machen und erst mal drei Jahre lang nur über Ziele, Definitionen reden.

00:39:46: Und dann zu schauen wo sind denn wirklich die... also wo drückt der Schuh am allermeisten?

00:39:55: Also was ist unsere Ist-Situation?

00:39:57: Wo verrennen wir uns vielleicht auch in Dinge, die nice to have sind und zwei Dinge gleichzeitig haben, nämlich der Schuhdrückt am größten plus?

00:40:10: wir haben einen großen Hebel vielleicht auch als Opposition.

00:40:13: Wir können die Stimmen vor Ort besser einfangen oder wir können andere Expertise nochmal mit reinholen und sagen eigentlich sollte man das anders machen.

00:40:24: Und das sind vielleicht die zwei Schritte.

00:40:29: Das finde ich ein ganz wichtigen Punkt.

00:40:31: Es ist egal, ob wir über Haushaltsmittel sprechen oder auch ehrenamtliche Ressourcen.

00:40:37: Dass es ganz viele Dinge gibt?

00:40:39: Ja das wäre alles schön.

00:40:40: aber mit welcher Maßnahme entfalten wir eigentlich die größte Wirkung haben den größten Hebel und da sollten wir auch ansetzen.

00:40:47: und auch wenn es um sich um ehrenamtliche ressourcen handelt dass man sagt Das andere des kostet uns eigentlich zu viel kraft oder wäre im haushalt zu teuer hat nur eine geringe wirkung.

00:40:58: und dann entscheiden wir uns für wo wir eben weniger Ressourcen reinstecken müssen, aber viel mehr.

00:41:04: Ja und manchmal ist es für Ehrenamtliche auch einfach diese Transparenz weil sie nicht überblicken was man sich schon alles angeguckt hat, wo wirklich etwas im Agen ist, wo es darum geht.

00:41:18: freiwilligen Management ist auch nicht einfach.

00:41:20: also die Leute bringen ihre Zeit und ihre Motivation mit und vielleicht aber auch ihrer eigenen Vorstellung genau ihr Engagement sehen.

00:41:32: Und vielleicht ist das aber nicht da, wo der Schuh am meisten drückt und dann ins Gespräch zu gehen und zu sagen okay wenn ... Wenn das Thema Verkehr für dich total wichtig und das richtige Thema ist Aber eigentlich kümmern wir uns gerade um das Thema Bildung.

00:41:55: Wo sind denn da die Schnittstellen?

00:41:57: Also geht es dir vielleicht um das Thema Verkehrssicherheit.

00:42:03: Vielleicht auch, vielleicht willst du dich lieber darum kümmern wie kommen die Kinder gut zur Schule?

00:42:11: Das hat auch was mit Bildung zu tun.

00:42:13: also am Ende wo finden wir vielleicht einen gemeinsamen Nenner?

00:42:17: weil man kann freiwilligen nur begrenzt sagen Sie müssen sich jetzt woanders engagieren, weil dann kommen die nicht wieder.

00:42:27: Also klar da spielt natürlich auch noch mit rein das ja wenn er das Herzblut irgendwie reinfließt und man sagt ich will aber unbedingt dass es mir dann egal ist.

00:42:40: Und es ist natürlich auch ein Teil von der Motivation die total wichtig ist.

00:42:43: Aber ich glaube vielleicht so noch ein paar Gedanken von mir.

00:42:49: Ich glaub es hilft schon mal total wenn man wirklich sich fragt Also dieses vom Ziel her denken und auch dann gucken reden wir eigentlich die ganze Zeit nur über Maßnahmen oder haben wir auch so ein Ziel im Blick, wo wir uns hinterfragen ob das darauf einzahlt.

00:43:05: Und ich glaube was auch ganz wichtig ist dass man auch in kleinen Gruppen, ob es jetzt der Vorstand ist oder Arbeitskreis in der Fraktion oder wo auch immer, dass man eine Feedback Kultur entwickelt gar nicht unbedingt sich schlecht redet, aber wo man auch nochmal kritisch hinterfragt hat das jetzt eigentlich was wir gemacht haben dazu beigetragen dass etwas besser wird.

00:43:32: Hat es einen guten Beitrag gehabt?

00:43:34: Was mich total interessieren würde an deiner Arbeit weil du noch mal die als Wort Maßnahme benutzt hast.

00:43:40: also Maßnahme und Lösungsweg ist für mich immer so ein bisschen synonym.

00:43:45: Und isst dir in deine Arbeit schonmal an einem Beispiel deutlich aufgefallen, dass ein Wirkungsziel eben nicht die Maßnahme vorgibt.

00:43:54: Also das das Lösungen offen sein muss, dass es sehr weit am Horizont vielleicht eher so in Richtung Vision geht.

00:44:03: Dass du gedacht hast okay wir haben hier die Maßnahmen im Blick, die Maßnahmen ist vielleicht auch gar nicht verkehrt aber uns fehlt der Anker wo wir damit hin wollen?

00:44:14: Ja also ich finde das ist leider so ein bisschen Daily Business.

00:44:19: Ich habe den Eindruck, dass wir vielleicht seit Corona auch in der Öffentlichkeit sehr viel nur noch über Maßnahmen sprechen und uns eigentlich

00:44:30: diese Vision oder die

00:44:31: Frage was wollen wir eigentlich erreichen im Hintergrund gerückt ist.

00:44:38: Dass sie auch oft glaube ich gar nicht geklärt ist das man vielleicht stillschweigend davon ausgeht ja wir sind uns ja da irgendwie einig aber Ich finde, das steht eben viel zu wenig im Mittelpunkt.

00:44:48: Also ich fand es war bei Corona so dann redet jeder

00:44:51: über

00:44:52: nochmal also Impfpflicht Testung ja nein Dann auch ich fand auch beim Ukraine Krieg mit den ganzen verschiedenen Waffensystemen.

00:45:04: Ich find jetzt auch bei der Werbpflicht Da haben wir auch nie geklärt wollen wird Resilienz sein wollen wir kriegstüchtig sein wollen Wir verteidigungsfähig sein.

00:45:12: Es ist nach wie vor nicht beantwortet.

00:45:15: Jetzt Gesetze erlassen zu Maßnahmen.

00:45:18: Und ich glaube, dass das extrem wichtig ist auch was du gesagt hast von der Beteiligung, dass wir als Gesellschaft uns erst mal daran beteiligen und das auch für uns klären, was wollen wir eigentlich?

00:45:30: Dann bin ich bei der Maßnahme tendenziell lieber dabei und sage okay, wir haben uns darauf committed count me in.

00:45:40: Am Ende kann eine Maßnahme zu mehreren Zielen führen.

00:45:43: also sich verteidigen zu können und potenziell angreifen zu können führt potentiell zu der gleichen Maßnahme.

00:45:56: Das kann dann dabei rauskommen, Janne?

00:45:57: Und die

00:45:58: einen will er sagen okay ich will mir ist das eine wichtiger und die anderen sagen mir ist es andere wichtige.

00:46:06: also da einen guten Dialog miteinander hinzukriegen ist eine große Aufgabe aber Ich glaube, von wegen Politik gestalten.

00:46:18: Wir haben relativ wenige Formate irgendwie miteinander da gut ins Gespräch zu kommen oder auch in so einer Findung wo wir denn jetzt auf welches Ziel wir uns tatsächlich geeinigt haben am Anfang und es hat mit der Frage zu tun ob Zukunft, wie viel wir uns mit Zukunft beschäftigen.

00:46:49: Wie sehr wir das praktizieren ein positives Zukunftsbild zu haben?

00:46:55: Zu entwickeln.

00:46:57: und es klingt jetzt so ein bisschen als ob wir alle Tag träumen sollten.

00:47:01: Das überhaupt gar nicht gemeint aber ja den Zuhören vielleicht dieses Buch Zukunft mit ans Herz zu legen, wo es nämlich genau darum geht.

00:47:13: Also wir beschäftigen uns als Menschen tendenziell viel mit der ganz nahen Zukunft was passiert morgen oder nächste Woche und relativ wenig mit dieser weit entfernten Zukunft obwohl wir die auch beeinflussen können.

00:47:27: und das ist vielleicht so ein bisschen das was wir brauchen umwirkungsorientierte Politik machen zu können.

00:47:35: also den Buchtipp kann ich auf jeden Fall unterstreichen, ich lese es auch gerade.

00:47:39: von daher Darf ich mich an der Stelle vielen Dank, also bei dir bedanken.

00:47:43: Vielen Dank für deine Zeit und

00:47:46: ja

00:47:47: machen wir uns alle auf vom Ziel her zu denken.

00:47:51: Vielen dank dass du da warst Laura.

00:47:52: Herzlichen Dank für die Anlage!

00:48:00: Ich möchte diesmal keine drei Learnings mit euch teilen sondern ich glaube es ist doch irgendwie ein bisschen abstrakteres Thema worüber wir heute mit Laura gesprochen haben und deshalb möchte ich gerne versuchen das nochmal einem ganz konkreten Beispiel Ding festzumachen, sodass ihr das auch in eure Arbeit mitnehmen könnt.

00:48:17: Und zwar möchte ich das nochmal an einem Beispiel mit einem Zebrastreifen vor der Schule.

00:48:23: Es gibt viele Unfälle vor der Schule besprechen.

00:48:26: wie würde da klassische Politik rangehen?

00:48:28: Die würde vielleicht sagen okay die Eltern beschweren sich und sagen auch wir brauchen ein Zebra Streifen vor gibt vielleicht irgendwie noch einen großen Zeitungsartikel, ein Bändchen wird durchgeschnitten und das Thema ist damit erledigt.

00:48:45: Und das Problem ist ja dann ganz häufig dass danach niemand mehr nochmal hinguckt weil das Thema sehr erledigte.

00:48:55: Wenn Politik wirkungsorientiert abläuft dann würde es eben anders ablaufen.

00:48:59: Dann wäre die erste Frage was ist eigentlich das Problem?

00:49:04: Fahren die Autos zu schnell Es ist eine unübersichtliche Stelle, fühlen sich die Kinder unsicher.

00:49:09: Und dann geht man erst mal raus und beobachtet wo wird es gefährlich?

00:49:14: Also dass man wirklich eben auch im Schulalltag siebenundfünfvierzig vor Ort steht und das beobachtet und dann erst handelt weil vielleicht ist der Zebra Streifen gar nicht die beste Lösung auch wenn alle Eltern schon begeistert dafür Unterschriften gesammelt haben und der Meinung sind sondern dann sagt man vielleicht Es ist Tempo dreißig,

00:49:36: auch

00:49:36: vielleicht nur zu ganz bestimmten Uhrzeiten.

00:49:39: Ist es

00:49:39: eine Engstelle die Autos dann automatisch abbremst?

00:49:43: oder brauchen wir vielleicht Schulweghelfe erinnern?

00:49:45: Und jetzt kommt noch mal der große Unterschied nach vier Wochen geht man da nochmal hin und guckt wieder fahren denn die Autoss tatsächlich lang langsamer fühlen sich Eltern- und Kindersicherer nutzen die Kinder diese Stelle auch wirklich?

00:50:00: und wenn nicht das nochmal zu ändern, also das Thema noch mal anzupacken und eben nicht zu sagen.

00:50:07: Das war doch schon abgehakt und erledigt sondern dass auch erstmal so als ein Test zu sehen hat sich denn wirklich was verändert?

00:50:14: Und eigentlich ist dieser Unterschied dann auch brutal simpel.

00:50:17: ganz klassisch würde Politik sagen ja wir haben doch etwas gemacht.

00:50:20: der Zebra Streifen ist gebaut.

00:50:22: Wirkungsorientiert funktioniert es eben so dass man sich nochmal fragt Ist jetzt wirklich sicherer geworden?

00:50:29: Die ehrliche Frage muss also immer lauten Haben wir einfach nur was gemacht Und damit vor allem vielleicht auch einfach nur Aktionismus betrieben und für eine Schlagzeile gesorgt.

00:50:38: Oder haben wir tatsächlich ein Problem gelöst?

00:50:42: Ein neuer Zebra Streifen ist kein Erfolg, weniger Unfälle sind ein Erfolg.

00:50:47: Vielen Dank fürs Zuhören!

00:50:48: Ich freue mich wenn du auch bei der nächsten Folge wieder einschaltest.

00:50:51: da sprechen wir mit Michael Müller über politische Storytelling.

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